Innensechskantschrauben sind Verbindungselemente mit einem Innensechskant im Schraubenkopf, die zur Montage einen passenden Inbusschlüssel erfordern. Sie ermöglichen hohe Anzugsmomente, sind unempfindlich gegenüber dem Überdrehen des Antriebs und lassen sich bündig bzw. versenkt verbauen. Dadurch zählen sie zu den am häufigsten eingesetzten Verbindungselementen in Industrie und Alltag.
Gängige Normen in verschiedenen Ländern/Regionen
-Internationale Normen (ISO): ISO 4762 (Zylinderkopf), ISO 898-1 (mechanische Eigenschaften), weltweit anerkannt.
-China (GB): GB/T 70.1 (Zylinderkopf, entspricht ISO 4762), GB/T 3098.1 (Leistungsklassen).
-Deutschland (DIN): DIN 912 (Zylinderkopf, entspricht ISO 4762), in Europa üblich.
-USA (ANSI/ASME): ASME B18.3 (American Hexagon), ASTM F568M (Metrisch hochfest).
-Japan (JIS): JIS B1176 (zylindrischer Kopf), kompatibel mit japanischer Ausrüstung.
Gängige Materialien und Festigkeitsklassen
Kohlenstoffstahl (am häufigsten verwendet)
-Klasse 4.8: Kohlenstoffarmer Stahl, Zugfestigkeit ≥ 400 MPa, geringe Belastung, feststehend im Innenbereich (Regale, Möbel).
-Klasse 8.8: Mittelkohlenstoffstahl (45 #, 35K), Zugfestigkeit ≥ 800 MPa, universelle mechanische und Gerätestruktur.
-Klasse 10.9/12.9: Legierter Stahl (40Cr, SCM435), Zugfestigkeit ≥ 1000/1200 MPa, Schwerlast- und Vibrationsszenarien (Motor, Form).
Edelstahl (korrosionsbeständig)
-304 (A2-70): Zugfestigkeit ≥ 700 MPa, geeignet für Lebensmittel, medizinische und feuchte Umgebungen.
-316 (A4-80): Zugfestigkeit ≥ 800 MPa, beständig gegen Meerwasser/saure Alkali, Marine, Chemie, Außenbereich.
Andere
Titanlegierung (TC4): leicht und hochfest, geeignet für Luftfahrt, Rennsport und hochwertige medizinische Anwendungen.
Aluminiumlegierung: leicht, rostfrei, elektronisch, instrumentell, leichte Struktur.